
Gebiet Leningrad: Massengrab von Opfern der deutschen Terrorherrschaft entdeckt

Suchtrupps haben in der Oblast Leningrad eine schreckliche Entdeckung gemacht: Sie fanden die sterblichen Überreste von Zivilisten, die während des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Besatzungstruppen ermordet worden waren.
Der frühere Mginsky-Bezirk (heute: Kirowski) stand teilweise fast zweieinhalb Jahre, vom September 1941 bis zum Januar 1944, unter deutscher Besatzung. Während dieser Zeit verübten deutsche Truppen und ihre Helfershelfer schreckliche Massaker an der Zivilbevölkerung. Es waren keine Einzelfälle, sondern Bestandteil eines völkermörderischen Plans, der durch Aushungern und durch sogenannte "Partisanenbekämpfung" Millionen Sowjetbürger das Leben kostete. Immer wieder kommt es vor, dass Forscher auf die Gebeine der damals Ermordeten stoßen.

So auch im heutigen Kirowski-Bezirk des Leningrader Gebiets. Boris Kowalew, Forscher am Historischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg, verkündete gegenüber der russischen Nachrichtenagentur TASS die Entdeckung eines weiteren Massengrabs. Es handelt sich um die Gebeine von Zivilisten, darunter auch von Kindern. Den genauen Fundort gab Kowalew nicht bekannt.
Dagegen bestätigte er die Existenz eines Dokuments, in dem von einem im Mginsky-Bezirk verübten Massaker die Rede ist. Demnach ist während der deutschen Besatzung eine ganze Großfamilie – Frauen, Kinder und alte Menschen (die jüngeren Männer waren ja an der Front) – verbrannt worden. Und dies war keine Ausnahmeerscheinung in jener Zeit.
Kowalew zitierte einen Bericht mit dem Titel "Über die Lage im Bezirk Mgi der Leningrader Oblast, der teilweise von den deutschen Besatzern befreit wurde", aus dem hervorgeht, dass die NS-Täter in den von ihnen besetzten Ortschaften grausame Massaker an der Zivilbevölkerung anrichteten. So auf der Sowchose "Roter Oktober" des Dorfsowjets Schumsk. Dort hatten Deutsche eine Gruppe von Einwohnern zusammen mit deren kleinen Kindern aus dem Haus getrieben, sie in einem Holzbau eingeschlossen und diesen in Brand gesteckt. Insgesamt fielen den Nazi-Tätern auf der Schumsker Sowchose sechzehn Menschen zum Opfer.
Es handelt sich um eine Mordmethode, die die deutschen Besatzer und ihre Verbündeten häufig anwendeten, so Kowalew: Sie zwangen die Menschen in ein Gebäude, verrammelten es mit Brettern und zündeten es an, sodass die darin Gefangenen bei lebendigem Leibe verbrannten. An einer weiteren Fundstelle in der Schumsker Region entdeckten die Suchmannschaften die Überreste von ermordeten jungen Frauen und Kindern im Alter von fünf bis dreizehn Jahren.
Und der St. Petersburger Wissenschaftler erwartet noch weitere Funde dieser Art. Es seien bei weitem nicht alle Gebeine derjenigen gefunden worden, die Opfer des mörderischen Treibens der Wehrmacht geworden sind. Über viele der damals niedergebrannten Dörfer sind heutzutage Wald und Buschwerk gewachsen. Diese Orte des damaligen Grauens sind schwer zu lokalisieren, selbst wenn man über Karten aus jener Zeit verfüge.
Kowalew nennt als Beispiel ein aus den Akten bekanntes Kriegsgefangenenlager, das zehntausende gefangene Rotarmisten durchlaufen mussten, die dann im Winter 1941/1942 zugrunde gingen. Das Lager sei erst vergangene Woche wiederentdeckt worden. Es gelte also, weiter Archive zu durchforsten und die Suche nicht aufzugeben.
Russland vergisst die Ermordeten nicht. An diesem Sonntag wird aufgrund eines Erlasses von Präsident Putin erstmals der Gedenktag für die Opfer des durch die Nationalsozialisten verübten Genozids am sowjetischen Volk stattfinden.
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