
Bericht: Kuba schickt "geheimen Brief" an Donald Trump

Die kubanische Regierung versuchte vergangene Woche, einen direkten, inoffiziellen Kommunikationskanal zu US-Präsident Donald Trump zu öffnen. Dazu beauftragte sie einen privaten Geschäftsmann mit der persönlichen Übergabe eines versiegelten Briefes an das Weiße Haus, wie das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf mit dem Sachverhalt vertraute Quellen berichtete.

Die Nachricht, die letztendlich abgefangen wurde, sollte US-Außenminister Marco Rubio umgehen, der auf der Insel einen Regimewechsel anstrebt.
Der Schritt wurde demnach von Raúl Rodríguez Castro orchestriert, Enkel und engster Berater des 94-jährigen ehemaligen kubanischen Präsidenten Raúl Castro, der weithin als eine der mächtigsten Persönlichkeiten der Insel gilt. Weiter heißt es in dem Bericht, der Brief trage das offizielle Siegel der kubanischen Regierung und sei als diplomatische Note formatiert.
Der Brief enthielt Vorschläge für Wirtschafts- und Investitionsabkommen sowie Sanktionserleichterungen und warnte, Havanna bereite sich auf einen möglichen US-Militäreinsatz vor, sagte ein ungenannter US-Beamter der Zeitung.
Der Kurier, der 37-Jährige Roberto Carlos Chamizo González, ein in Havanna ansässiger Unternehmer im Bereich Luxustourismus und Autovermietung, wurde von Sicherheitsbeamten am internationalen Flughafen Miami angehalten. Diese beschlagnahmten den Brief und schickten Chamizo González zurück nach Kuba.
Die Zeitung vermutete, dass dieser Schritt darauf abzielte, Rubio zu umgehen, einen Sohn kubanischer Einwanderer und Washingtons entschiedensten Verfechter, wenn es darum geht, maximalen Druck auf Havanna auszuüben.
Ricardo Herrero, Geschäftsführer der in Washington ansässigen Cuba Study Group, bezeichnete den Versuch, den ranghöchsten US-Diplomaten zu umgehen, als "geradezu töricht und zum Scheitern verurteilt". Er fügte hinzu: "Es ist noch schlimmer, auf eine unbekannte Person zu setzen, die keine persönliche Beziehung zum Präsidenten hat, was die Sache noch törichter erscheinen lässt."
Dieser inoffizielle Versuch erfolgt inmitten der schwersten Wirtschaftskrise Kubas seit Jahrzehnten. Nach der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Truppen im Januar 2026 kappte Washington Kubas wichtigste Ölversorgung aus Caracas und verhängte eine nahezu vollständige Treibstoffblockade. Die Insel leidet zudem unter wiederkehrenden Stromausfällen.
Trump bezeichnete Kuba als "gescheiterten Staat", drohte mit einer "freundlichen Übernahme" und erklärte kürzlich, die USA könnten nach dem Iran-Krieg "bei Kuba vorbeischauen". Havanna warnte, man sei auf jeden US-Angriff vorbereitet.
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